Liebe Bürgerinnen und liebe Bürger der Stadt Hemmingen,
was lieben Sie an Hemmingen?
Vielleicht ist es Ihr Ortsteil. Die Menschen in der Nachbarschaft. Der Verein, in dem man sich kennt. Die Herzlichkeit im Lieblingsrestaurant. Ein Spaziergang durch das Bürgerholz. Oder einfach das Gefühl, hier zu Hause zu sein.
Hemmingen ist keine anonyme Stadt. Man kennt sich. Hemmingen lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen: in Vereinen, in der Feuerwehr, in Initiativen und in der Nachbarschaft. Viele kümmern sich, oft ganz selbstverständlich. Genau das macht unsere Stadt stark.
Gleichzeitig wissen wir: Nicht alles ist gut, nur weil es vertraut ist. Familien brauchen verlässliche Betreuung. Kinder und Jugendliche brauchen gute Orte zum Spielen, Lernen und einfach Zusammensein. Ältere Menschen brauchen Unterstützung und Teilhabe. Vereine brauchen Räume und Planungssicherheit. Wege müssen sicherer werden. Auch künftig sollen sich Familien, junge Erwachsene und ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger ein Zuhause in Hemmingen leisten können. Und unsere Stadt muss besser auf Hitze, Starkregen und andere Folgen des Klimawandels vorbereitet sein.
Dieses Wahlprogramm ist aus unserer Arbeit vor Ort entstanden: Aus Gesprächen mit Ihnen an Infoständen, aus der Arbeit im Rat der Stadt Hemmingen, aus unserem Bürgerdialog in der Begegnungsstätte Arnum und aus vielen Gesprächen mit unseren Mitgliedern, von denen viele seit Jahrzehnten hier in der Stadt Hemmingen leben und sich einsetzen.
Sprechen Sie uns gerne an mit Ideen, Fragen, Kritik oder konkreten Anliegen aus Ihrem Ortsteil. Wir freuen uns über Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern, aus Vereinen, Unternehmen, Familien, Nachbarschaften und Initiativen.
Wenn Sie diesen Weg mit uns gehen möchten, freuen wir uns am 13. September 2026 über Ihre Stimme für die SPD Hemmingen bei der Wahl zum Stadtrat.
Aus Liebe zu Hemmingen.
Ihr Aleksander Potrykus
Vorsitzender SPD-Ortsverein Hemmingen
1. Aus Liebe zu Familie und Bildung
Gute Bildung beginnt früh
Bildung ist der Schlüssel zu einer lebendigen und zukunftsfähigen Gemeinschaft: Von der Kita über die Schule bis hin ins hohe Lebensalter. Sie ermöglicht persönliche Entwicklung, gesellschaftliche Teilhabe und ein starkes Miteinander in unserer Stadt. Als Partei vor Ort sehen wir es als unsere Aufgabe, Bildungsangebote in allen Lebensphasen aktiv zu begleiten, zu stärken und weiterzuentwickeln.
Kitas sind nicht nur Orte der Betreuung, sondern wichtige Bildungs-, und Entwicklungsmöglichkeiten für Kinder und Familien. Deshalb setzen wir uns für verlässliche, gute und bezahlbare Kita-Angebote ein. Familien brauchen eine planbare Betreuung durch einen ausreichenden Personalschlüssel und stabile sowie sozial ausgewogene Kita-Gebühren.
Ein besonderes Augenmerk legen wir auch auf die Übergänge im Bildungssystem. Der Übergang von der Kita in die Grundschule muss frühzeitig und gut begleitet werden. Dafür wollen wir die Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und Schulen weiter stärken. Gemeinsame Projekte, regelmäßiger Austausch und frühzeitige Förderung können dazu beitragen, dass Kinder mit Sicherheit und Freude in den nächsten Lebensabschnitt starten.
Auch praktische Alltagskompetenzen gehören für uns zur frühkindlichen Bildung. Dazu zählt insbesondere die Wassergewöhnung. Wir wollen anregen, eine niedrigschwellige und spielerische Wassergewöhnung stärker in den Kita-Alltag einzubinden. Kinder sollen möglichst früh Sicherheit im Umgang mit Wasser entwickeln können.
Schule als Lebens- und Lernort stärken
Schulen sind zentrale Orte des Lernens, aber auch des sozialen Miteinanders. Uns ist es wichtig Hemmingens Schulen als noch modernere und gut ausgestattete Lernorte weiterentwickeln. Dazu gehören insbesondere gute räumliche Bedingungen und zeitgemäße Ausstattung.
Infolge der Einführung von Ganztagsschulen wollen wir diese stärker mit lokalen Vereinen, Kulturangeboten, Musikschule und Jugendpflege vor Ort verbinden zur Steigerung der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Diese Potenziale wollen wir besser nutzen und Kooperationen gezielt fördern. Aus diesem Grund wollen wir in der Kooperation der hiesigen Sportvereine Sportvereinsgutscheine für Erstklässlerinnen und Erstklässler oder Schnupperprogramme initiieren, um zu verbinden, Hemmschwellen abzubauen und Lust auf Bewegung im Verein zu machen.
Junge Menschen brauchen nach der Schule Orientierung, Kontakte und echte Perspektiven. Die Verantwortung dafür liegt nicht allein bei der Stadt. Aber wir können als Kommune Netzwerke schaffen, Türen öffnen und lokale Chancen sichtbarer machen. Deshalb wollen wir die Wirtschaftsförderung stärker als Schnittstelle zwischen Schule, Jugendpflege, Betrieben und weiteren Bildungsträgern nutzen. Sie kann Kontakte bündeln, Kooperationen anstoßen und dazu beitragen, dass junge Menschen Hemminger Unternehmen, Ausbildungswege und Berufsperspektiven frühzeitig kennenlernen und für Praktika und Ausbildungswege nutzen.
Musikalische Bildung für alle ermöglichen
Musik ist ein wichtiger Bestandteil von Bildung und gesellschaftlichem Miteinander. Sie fördert Kreativität, stärkt soziale Kompetenzen und verbindet Generationen. Deshalb wollen wir die Musikschule in Hemmingen gezielt weiterentwickeln und stärker fördern, um musikalische Bildung für alle Menschen zugänglich zu machen. Denn dies muss auch weiterhin unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Hintergrund möglich sein.
Musikalische Bildung sollte dort ansetzen, wo Kinder, Jugendliche und Familien ohnehin zusammenkommen. Gemeinsame Projekte, niedrigschwellige Angebote und verlässliche Strukturen können dazu beitragen, Musik stärker im Alltag sichtbar und erlebbar zu machen – etwa in Kitas, Schulen, Vereinen, Familienzentren oder bei generationenübergreifenden Angeboten.
Gerade in Niedersachsen stehen viele Musikschulen aktuell vor großen Herausforderungen der steigenden Kosten. Damit unsere eigene Musikschule in Hemmingen auch langfristig bestehen und ein vielfältiges, bezahlbares und qualitativ hochwertiges Angebot machen kann, ist eine verlässliche Förderung durch Bund, Land und Kommunen unverzichtbar. Als SPD Hemmingen sehen wir die Kommune dabei in der Verantwortung, ihren Beitrag zu leisten und sich zugleich gegenüber Land und Bund für auskömmliche Rahmenbedingungen starkzumachen sowie die eigene Förderung zu erhöhen. Denn Investitionen in Musik sind Investitionen in Bildung, Kultur und das gesellschaftliche Zusammenkommen unserer Stadt.
Erwachsenenbildung verlässlich sichern
Erwachsenenbildung ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer starken Bildungslandschaft. Sie ermöglicht lebenslanges Lernen, berufliche Weiterentwicklung, gesellschaftliche Teilhabe und persönliche Entfaltung. Umso kritischer sehen wir die Entscheidung der Ratsmehrheit, aus der Leine-Volkshochschule ausgetreten zu sein. Die SPD hat diesem Schritt bewusst nicht zugestimmt, denn er sendet aus unserer Sicht ein falsches Signal für die Zukunft der Erwachsenenbildung in Hemmingen.
Wir fordern daher ein tragfähiges Konzept für die Erwachsenenbildung in Hemmingen. Ziel muss ein vielfältiges und zukunftsorientiertes Bildungsangebot sein, das sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Hemmingerinnen und Hemminger orientiert. Dazu gehören Angebote für ältere Menschen ebenso wie Bildungsformate für junge Erwachsene, Familien, Berufstätige und Menschen, die sich ehrenamtlich oder gesellschaftlich engagieren möchten.
2. Aus Liebe zu allen Generationen und zum sozialen Miteinander.
Wir wollen Hemmingen so gestalten, dass Menschen jeden Alters gut hier leben, sich begegnen und einbringen können. Dabei dürfen Angebote für junge und ältere Menschen nicht getrennt voneinander gedacht werden. Wir setzen uns dafür ein Jugendorte in allen Ortsteilen zu stärken, Freizeitangebote für Seniorinnen und Senioren genauer in den Blick zu nehmen und Mehrgenerationen- sowie Integrationsspielplätze zu fördern.
Hierbei sollte der Fokus auf attraktive Grünflächen, moderne Outdoor-Fitness- und Naturangebote, frei nutzbare Sportflächen sowie wetterunabhängige Treffpunkte in allen Ortsteilen liegen. Mit dem Bürger- saal im Rathaus und der Begegnungsstätte in Arnum verfügt Hemmingen bereits über einen wichtigen Ort für Begegnung und Veranstaltungen. Wir wollen diesen stärken und zugleich weitere niedrigschwellige Angebote des Miteinanders schaffen. Hemmingen braucht mehr Orte und Gelegenheiten, an denen Menschen zusammenkommen, sich austauschen und Gemeinschaft erleben können.
Zusammenhalt sichtbar machen und soziale Angebote besser vernetzen
Ein starkes Hemmingen lebt davon, dass Menschen füreinander da sind, Hilfe finden und sich unabhängig von Alter, Herkunft, Einkommen oder Lebenssituation zugehörig fühlen. Viele soziale Angebote gibt es bereits in Vereinen, Kirchen, Initiativen, Schulen und Kitas durch engagierte Menschen vor Ort. Unser Ziel ist es, soziale Angebote in Hemmingen besser sichtbar zu machen und die Koordinierung zu verbessern. Dafür fordern wir eine übersichtliche Angebotsplattform, auf der Beratungsstellen, Vereine, Initiativen, Begegnungsangebote und Unterstützungsangebote leicht und stetig aktualisiert auffindbar sind. Ergänzend fordern wir regelmäßige Austauschformate zwischen Stadtverwaltung, sozialen Trägern, Vereinen, Kirchen, Schulen, Kitas, Jugendpflege, Seniorenvertretung und weiteren Akteurinnen und Akteuren. So können Doppelstrukturen vermieden und passende Angebote besser miteinander verbunden werden. Wer Unterstützung sucht, soll schneller wissen, an wen er oder sie sich wenden kann.
Integration im Alltag unterstützen
Integration ist eine kommunale Aufgabe, die verlässliche Strukturen braucht. Angesichts der aktuellen weltpolitischen Entwicklungen müssen wir auch in den kommenden Jahren damit rechnen, dass Menschen vor Krieg, Verfolgung und Krisen fliehen und bei uns Schutz suchen. Für uns ist klar: Wer in Hemmingen ankommt, braucht nicht nur einen sicheren Ort zum Bleiben, sondern auch verlässliche Begleitung beim Ankommen im Alltag. Integration darf dabei nicht allein von ehrenamtlichem Engagement abhängen. Sie ist eine Aufgabe der Stadt und braucht professionelle Strukturen.
Deshalb setzen wir uns dafür ein, in Hemmingen eine Stelle für Sozialarbeit mit dem Schwerpunkt Integration zu schaffen. Diese Stelle soll Integrationsarbeit konzeptionell begleiten, Geflüchtete und ihre Familien beim Ankommen in Kitas, Schulen und im gesellschaftlichen Leben unterstützen, Angebote koordinieren und als verbindliche Ansprechperson für Verwaltung, Einrichtungen, Träger und Ehrenamt wirken.
Bildung und Teilhabe sowie Familien entlasten
Wir wollen, dass alle in Hemmingen gute Chancen auf Bildung, Freizeit, Gemeinschaft und persönliche Entwicklung haben. Dabei denken wir sowohl an Familien, die bereits Sozialleistungen beziehen und Anspruch auf Leistungen aus Bildung und Teilhabe haben, als auch an Familien, die knapp oberhalb dieser Grenzen liegen. Gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Lage geraten auch sie zunehmend unter Druck, wenn steigende Kosten für Wohnen, Energie, Mobilität, Schulmaterial, Ausflüge, Vereinsbeiträge oder Freizeitangebote zusammenkommen.
Deshalb wollen wir Teilhabe in Hemmingen breiter denken und gemeinsam gestalten. Kein Kind soll ausgeschlossen sein, weil Angebote zu teuer, Informationen schwer auffindbar oder Unterstützungswege zu kompliziert sind. Wir setzen uns dafür ein, bestehende Hilfen besser sichtbar zu machen, Familien
niedrigschwellig zu informieren und gemeinsam mit Schulen, Kitas, Jugendpflege, Vereinen, Kirchen, Verbänden, Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie dem Jugendparlament zu prüfen, wo Hemmingen konkret unterstützen kann.
Die Zusammenarbeit mit Schülervertretungen und dem Jugendparlament ist für uns ein zentraler Baustein, um die Bedarfe junger Menschen ernst zu nehmen und gezielt umzusetzen. Wir wollen als Schulträgerin der KGS Hemmingen etwa bei der Gestaltung eines ansprechenden Oberstufenraums, der Aufwertung des grünen Klassenzimmers oder bei zusätzlichen, zeitgemäßen Sitz- und Lernmöglichkeiten im Altbau unterstützen.
Gutes Lernen braucht ein gutes Mittagessen
Der erfolgreiche „Crazy Tuesday“ an der KGS Hemmingen zeigte deutlich: Der Bedarf an einem kostengünstigen Mittagessen ist da. Seit dem Start des Projekts, bei dem das Mittagessen dienstags nur einen Euro kostete, hat sich die Zahl der Schülerinnen und Schüler in der Mensa vervielfacht. Damit ist ein bezahlbares Mittagessen kein nettes Zusatzangebot, sondern ein wichtiger Baustein für Bildungsgerechtigkeit, Familienentlastung und soziale Teilhabe.
Denn gute Bildung funktioniert nur mit einem vollen Magen und genug Energie zum Denken. Wer im Schulalltag konzentriert lernen, mitmachen und sich entwickeln soll, braucht eine gute und bezahlbare Verpflegung. Deshalb unterstützen wir das Ziel, bezahlbares Mittagessen an Schulen stärker in den Blick zu nehmen und auch entsprechende Initiativen aus dem Wahlprogramm der SPD Region Hannover. Der erfolgreiche Ansatz des „Crazy Tuesday“ darf nicht als einmaliges Projekt verstanden werden, sondern als Auftrag, bezahlbares Schulessen dauerhaft stärker in den Blick zu nehmen.
Freiwilligendienste und Engagement stärken
Freiwilligendienste wie FSJ, FÖJ oder FPJ sind ein wertvoller Baustein für unsere Gesellschaft. Sie bieten jungen Menschen die Möglichkeit, sich zu orientieren, Verantwortung zu übernehmen und wichtige praktische Erfahrungen zu sammeln. Dies kann im sozialen Bereich, im Umwelt- und Naturschutz, in der Verwaltung oder in der Politik sein.
Wir wollen diese Form des Engagements in Hemmingen gezielt stärken und attraktiver machen. Dazu gehört, mehr Einsatzstellen vor Ort zu schaffen, bestehende Angebote besser zu vernetzen und junge Menschen aktiv über die Möglichkeiten eines Freiwilligendienstes zu informieren. Auch eine stärkere Wertschätzung und Begleitung während des Dienstes ist uns wichtig.
Die Idee eines Freiwilligen Politischen Jahres wollen wir dabei erneut aufgreifen. Ein solches Angebot könnte jungen Menschen niedrigschwellige Einblicke in die kommunale Demokratie ermöglichen etwa durch Hospitationen, Projektarbeit, Austausch mit Ratsmitgliedern und Einblicke in die Arbeit der demokratischen Fraktionen. Gerade in Zeiten, in denen Demokratie unter Druck steht, kann ein gemeinsames Format der demokratischen Fraktionen ein starkes Zeichen setzen: für politische Bildung, für Beteiligung und für ein respektvolles demokratisches Miteinander vor Ort.
Inklusion und selbstbestimmtes Wohnen ermöglichen
Soziales Miteinander bedeutet für uns auch, Menschen mit Behinderungen mehr Teilhabe und selbstbestimmtes Leben vor Ort zu ermöglichen. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass Integrationsplätze in Kitas und Wohnangebote für Menschen mit Behinderungen mitgedacht werden. In Hemmingen fehlt es hierfür aktuell an einer Wohngruppe oder andere passende Wohnformen. Wer hier verwurzelt ist, soll unabhängig der gesundheitlichen Situation möglichst auch hier wohnen, leben und am gesellschaftlichen Alltag teilnehmen können. Inklusion darf nicht nur ein Anspruch auf dem Papier sein, sondern muss sich in konkreten Angeboten vor Ort zeigen.
Schutz vor Gewalt und Hilfe für Betroffene
Menschen, die bedroht oder von Gewalt betroffen sind, müssen schnell Schutz und Unterstützung finden. Aufmerksamkeit, sichere Schutzräume und leicht zugängliche Hilfsangebote können für Betroffene ganz konkret über Sicherheit, Vertrauen und neue Perspektiven entscheiden. Besonders Frauen und Kinder, die häusliche oder geschlechtsspezifische Gewalt erleben, brauchen verlässliche Anlaufstellen, klare Wege zu Beratung und Schutz sowie Menschen, die hinsehen und handeln. Wir wollen Prävention gegen häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt stärken, bestehende Hilfsangebote sichtbarer machen und Betroffene besser erreichen – frühzeitig, verständlich und ohne unnötige Hürden.
Dafür wollen wir u.a. das Konzept der Kinderschutzinseln weiterdenken: Neben sicheren Anlaufstellen für Kinder braucht Hemmingen auch gut erkennbare Schutzinseln für Frauen, queere Personen und andere von Gewalt bedrohte Menschen. Orte wie Geschäfte, Apotheken, öffentliche Einrichtungen oder soziale Anlaufstellen können erste sichere Kontaktpunkte sein, an denen Betroffene Hilfe erhalten, Unterstützung rufen lassen oder an Beratungsstellen weitervermittelt werden.
Wir setzen uns außerdem dafür ein, in allen Ortsteilen attraktive Angebote für Jugendliche zu schaffen. Ergänzend setzen wir uns für einen Jugendraum ein, der insbesondere queeren Jugendlichen einen sicheren Ort für Freizeit, Begegnung und Austausch bietet. Damit stärken wir nicht nur Jugendbeteiligung, sondern auch Teilhabe, Schutz und gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort.
Sicherheit im öffentlichen Raum stärken
Zum sozialen Miteinander gehört außerdem, dass sich Menschen sicher fühlen – auf dem Heimweg, an Haltestellen, auf Plätzen und in ihren Ortsteilen. Mit dem Ansatz „Hemmingen wird hell“ wollen wir unsichere Orte gezielt in den Blick nehmen und besser beleuchten. Wir fordern, dass Bereiche wie die Sparkasse in Arnum oder andere Plätze, die von Hemmingerinnen und Hemminger als unangenehm oder unsicher wahrgenommen werden, analysiert und besser beleuchtet werden. Neben der guten Beleuchtung sorgen auch saubere, öffentliche Räume und eine aufmerksame Stadtgestaltung nicht nur objektiv für mehr Sicherheit. Sie geben Menschen das Gefühl, sich frei und angstfrei in Hemmingen zu bewegen.
3. Aus Liebe zu Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimaschutz.
Klimaschutz braucht klare Zuständigkeiten
Klimaschutz beginnt vor Ort. Wir wollen Hemmingen Schritt für Schritt klimafreundlicher, unabhängiger und zukunftsfester machen. Dazu gehört für uns, erneuerbare Energien konsequent auszubauen und Hemmingen klar für eine verantwortungsvolle Energiewende aufzustellen. Gleichzeitig braucht Klimaschutz klare Zuständigkeiten und sichtbare Arbeit. Wir begrüßen sehr die Einstellung der Klimaschutzbeauftragten und der Klimafolgenanpassungsmanagerin der Stadt Hemmingen. Wir wollen, dass die Maßnahmen der Stadtverwaltung deutlich werden und Fortschritte regelmäßig öffentlich dargestellt werden.
Windenergie ja – aber fair und maßvoll
Bei der Windenergie ist unsere Haltung klar: Wir brauchen mehr Windkraft, um dem Klimawandel wirksam entgegenzutreten und die Energiewende voranzubringen. Windenergie ist ein wichtiger Baustein für eine klimafreundliche Zukunft. Auch Hemmingen leistet dazu seinen Beitrag.
Dabei setzen wir auf einen maßvollen Ausbau: Bestehende Anlagen sollen durch wenige, moderne und leistungsstärkere Anlagen ersetzt werden. So kann die Gesamtleistung erhöht und zugleich die Lärmentwicklung reduziert werden.
Dieser Ausbau erfolgt ausschließlich auf den von der Region Hannover ausgewiesenen Vorrangflächen. Diese liegen in der Nähe von Hiddestorf. Für uns ist deshalb klar: Hiddestorf darf nicht zusätzlich belastet werden. Außerhalb der ausgewiesenen Flächen sollen in Hemmingen keine neuen Windräder entstehen.
Erneuerbare Energien konsequent ausbauen
Auch Photovoltaik und moderne Wärmelösungen wollen wir stärker voranbringen. Bei Neubauten auf städtischen Baugebieten wollen wir uns dafür einsetzen, dass künftig nicht mehr auf fossile Heizsysteme gesetzt wird. Stattdessen sollen moderne Lösungen wie zentrale Wärmepumpen oder Blockheizkraftwerke für mehrere Häuser unterstützt werden. Auch bei Sanierungen im Bestand müssen erneuerbare Energien stärker mitgedacht und gefördert werden. Passivhaus-Standards wollen wir stärker in Bebauungsplänen berücksichtigen, damit energieeffizientes Bauen in Hemmingen zur Selbstverständlichkeit wird.
Klimaschutz im Alltag leichter machen
Auch im Alltag wollen wir Klimaschutz leichter machen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, die öffentliche Beleuchtung effizienter und intelligenter zu gestalten. Dazu gehört für uns ausdrücklich die Prüfung intelligenter öffentlicher Beleuchtung, etwa durch Bewegungsmelder oder bedarfsgerechte Steuerung. So können Energieverbrauch, Kosten und Lichtverschmutzung reduziert werden, ohne dass Sicherheit im öffentlichen Raum verloren geht. Darüber hinaus wollen wir prüfen, wie Photovoltaik und Balkonkraftwerke noch gezielter gefördert werden können, damit mehr Hemmingerinnen und Hemminger selbst einen Beitrag zur Energiewende leisten können. Mit einem kommunalen Klimafonds, der sich aus Gewinnen städtischer Energiegenossenschaften speisen soll, wollen wir Vereine und Initiativen bei konkreten Klimaschutzmaßnahmen unterstützen. So bleibt Klimaschutz nicht abstrakt, sondern wird vor Ort sichtbar, verständlich und umsetzbar.
Mehr Grün für Hemmingens Zukunft
Hemmingen braucht nicht nur Klimaschutz, sondern auch mehr Lebensqualität durch Natur, Grünflächen und Artenschutz. Wir wollen neue, qualitative Grünflächen schaffen und bestehende Grünflächen erhalten. Sie sind wichtig für Erholung, Artenvielfalt, Hitzeschutz und ein gutes Stadtklima. Den Artenschutz wollen wir weiterhin engagiert vorantreiben.
Ein besonderes Herzensprojekt ist das fünfjährige Modellprojekt „Ein Kind, ein Baum“: Für jedes Kind, das in Hemmingen geboren wird oder hier seinen ersten Wohnsitz hat, soll in den nächsten fünf Jahren ein Baum gepflanzt werden. Eltern sollen dabei wählen können: Entweder pflanzen sie den Baum selbst auf einem privaten Grundstück oder die Stadt übernimmt die Pflanzung auf einer geeigneten öffentlichen Fläche. So entsteht Jahr für Jahr sichtbar neues Grün passend zum Slogan: Familienfreundlich im Grünen.
Durch Urban-Gardening-Projekte wollen wir Orte schaffen, an denen Menschen gemeinsam gärtnern, lernen und sich begegnen können. Solche Projekte verbinden Nachhaltigkeit, Nachbarschaft und Umweltbildung auf praktische Weise. Mit einem Naturlernpfad möchten wir zusätzlich Natur und Umweltbildung erlebbar machen. Denn wer Natur früh kennenlernt, versteht besser, warum sie geschützt werden muss.
Hochwasserschutz
Die Folgen des Klimawandels zeigen sich auch durch Starkregen und Hochwassergefahren. Deshalb wollen wir die aus Hemmingen initiierte Hochwasserpartnerschaft weiterhin aktiv begleiten und die Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Region und weiteren Akteuren stärken. Im Kommunalwahlprogramm der SPD Region Hannover ist das Ziel mit der Errichtung eines Hochwasserkompetenzzentrums verankert. Auch diesen aus Hemmingen gekommenen Impuls unterstützen wir ausdrücklich, weil wir Vorsorge, Fachwissen und schnelle Unterstützung vor Ort besser bündeln müssen.
Auskiesung, Römerlager und verantwortungsvoller Umgang mit Flächen
Der Umgang mit Flächen und natürlichen Ressourcen muss verantwortungsvoll und mit Blick auf kommende Generationen erfolgen. Gerade die Diskussion um die Auskiesungsflächen und das Römerlager zeigt, wie wichtig es ist, wirtschaftliche Interessen, Bodenschutz, Landschaftsschutz und kulturelles Erbe sorgfältig gegeneinander abzuwägen. In der aktuellen Wahlperiode konnten wir bereits einen wichtigen Teilerfolg anstoßen: Ein Teil der Auskiesungsfläche wurde für das Römerlager gesichert. Das ist ein gutes Signal, aber noch kein Abschluss.
Wir wollen an diesem Thema dranbleiben und uns weiter dafür einsetzen, dass das Römerlager als historisch bedeutsamer Ort geschützt, sichtbar gemacht und langfristig erhalten wird. Hemmingen darf seine Natur- und Kulturräume nicht leichtfertig aufgeben. Deshalb setzen wir uns für transparente Entscheidungen, eine sorgfältige Prüfung weiterer Auskiesungsvorhaben und Lösungen ein, die Bodenschutz, Landschaftsschutz und historisches Erbe ernst nehmen.
4. Aus Liebe zu guter Stadtentwicklung.
Eine gute Stadtentwicklung entscheidet darüber, wie lebenswert Hemmingen heute ist und wie gut unsere Stadt für die Zukunft aufgestellt wird. Wir wollen Hemmingen als Stadt der lebendigen Ortsteile weiterentwickeln: mit attraktiven Ortskernen, kluger Flächennutzung, sicheren Wegen, guter Nahversorgung und öffentlichen Räumen, in denen Menschen sich gerne aufhalten.
Bezahlbarer Wohnraum für unterschiedliche Lebenslagen
Für uns ist klar: Neue Entwicklung darf nicht planlos erfolgen, sondern muss sorgfältig, sozial gerecht und zukunftsorientiert gestaltet werden. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, in Hemmingen bezahlbaren und angemessenen Wohnraum zu schaffen. Denn in politischen Diskussionen wird teilweise behauptet, entsprechender Wohnraum werde in Hemmingen gar nicht gebraucht. Diese Sichtweise halten wir für falsch. Wer nur aus der eigenen Lebenswirklichkeit heraus auf Wohnraumbedarfe blickt, übersieht schnell, dass viele Menschen vor ganz anderen Herausforderungen stehen: Immer mehr junge Familien, Alleinerziehende, Auszubildende, Beschäftigte mit mittleren Einkommen, Seniorinnen und Senioren oder andere Menschen, können sich die Miete kaum noch leisten. Dazu gehören auch barrierefreies Wohnen und Mehrgenerationshäuser.
Hemmingen darf nicht zu einer Kommune werden, in der sich nur noch Menschen mit hohem Einkommen ein Zuhause leisten können. Wenn wir attraktiv für Menschen unterschiedlicher sozialer und wirtschaftlicher Lebenslagen bleiben wollen, brauchen wir eine verantwortungsvolle Wohnraumpolitik. Bezahlbarer Wohnraum ist keine Randfrage, sondern eine Frage von sozialer Gerechtigkeit, Zusammenhalt und Zukunftsfähigkeit. Gleichzeitig müssen auch Wohnangebote für Auszubildende, Studierende und Geflüchtete ausdrücklich mitgedacht werden. Durch die Aktivierung von Leerständen und die Unterstützung flexibler Wohnformen wie Einliegerwohnungen wollen wir unsere lebendigen Orte erhalten und neuen Wohnraum schaffen, ohne unnötig neue Flächen zu verbrauchen.
Flächen klug nutzen und Entwicklung ermöglichen
Eine kluge Stadtentwicklung bedeutet für uns auch, vorhandene Flächen besser zu nutzen. Brachflächen, Leerstände und ungenutzte Potenziale sollen systematisch betrachtet und dort entwickelt werden, wo es sinnvoll ist. Die Wirtschaftsförderung soll leerstehende Ladenflächen, ungenutzte Gebäude und brachliegende Grundstücke systematisch erfassen und gemeinsam mit Eigentümerinnen und Eigentümern und Gewerbetreibenden Lösungen entwickeln. Unser Ziel ist ein aktives Leerstandsmanagement, damit Räume, ggf. durch finanzielle Förderungen, wieder genutzt werden können, zum Beispiel für kleinere Geschäfte, soziale Angebote, Beratungsstellen, Cafés, Vereine, Kultur oder Begegnung.
Wir setzen uns für ein aktiveres Flächenmanagement und die Weiterentwicklung wichtiger Entwicklungsflächen wie „Fläche 60“ und nördlich der Straße „Hoher Holzweg“, gegenüber von Shell-Tankstelle ein. Bebauungspläne sollen dabei schlank, verständlich und zielgerichtet gestaltet werden, damit gute Vorhaben nicht unnötig verzögert werden.
Lebendige Ortskerne, Nahversorgung und Treffpunkte stärken
Unsere Ortskerne sollen echte Treffpunkte werden, an denen man sich gern aufhält und miteinander ins Gespräch kommt. Wir wollen Plätze, Wege und Aufenthaltsbereiche gezielt mit mehr Sitzgelegenheiten, mehr Schatten, guter Beleuchtung, sicheren Querungen, gepflegten Grünflächen und barrierearmen Zugängen aufwerten. Dafür wollen wir die Nahversorgung in den Ortsteilen aktiv stärken und Leerstände nicht einfach hinnehmen.
Hemmingen hat keinen klassischen Dorfgemeinschaftshausbestand in allen Ortsteilen. Den Bürgersaal im Rathaus wollen wir als zentralen Veranstaltungsort stärken. Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, weitere Räume nutzbar zu machen mit klaren Ansprechpersonen, transparente Nutzungsbedingungen und einer einfachen Buchungsmöglichkeit.
Stadtentwicklung verbindlich an den Klimawandel anpassen
Klimaanpassung darf nicht nur ein schöner Satz in Konzepten bleiben. Wir wollen, dass Hitze, Starkregen und Trockenheit künftig bei jeder größeren Planung verbindlich mitgedacht werden. Bei neuen Baugebieten, Straßensanierungen und der Umgestaltung öffentlicher Plätze sollen deshalb konkrete Klimaanpassungsmaßnahmen geprüft und umgesetzt werden. Dazu gehören mehr Bäume, schattige Sitzplätze, entsiegelte Flächen, klimaangepasste Bepflanzung, begrünte Dächer und Fassaden, Regenwasserrückhalt, Versickerungsflächen und eine Bauweise, die Hitzebelastung reduziert.
Öffentliche Räume gerechter gestalten
Öffentliche Räume prägen, wer in einer Stadt sichtbar ist und wer sich angesprochen fühlt. Deshalb wollen wir an unserem Ratsbeschluss festhalten und bei der Benennung neuer Straßen, Plätze und öffentlicher Einrichtungen stärker Frauen berücksichtigen. Weibliche Lebensleistungen sollen in Hemmingen sichtbarer werden.
5. Aus Liebe zu sicherer und moderner Mobilität.
Mobilität muss in Hemmingen sicher, verlässlich, klimafreundlich und für alle Menschen nutzbar sein, unabhängig vom Alter, vom Wohnort oder vom eigenen Auto. Wir wollen deshalb Alternativen zum Auto gezielt stärken und dafür sorgen, dass Menschen in allen Stadtteilen gut und unkompliziert unterwegs sein können. Dazu gehören sichere Fußwege, bessere Radverbindungen, ein verlässlicher öffentlicher Nahverkehr und ergänzende Mobilitätsangebote, die im Alltag wirklich helfen.
Stadtbahn, Stadtbus und flexible Angebote
Ein zentrales Ziel ist für uns der bedarfsgerechte Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Wir setzen uns weiterhin für die Verlängerung der Stadtbahn nach Arnum ein. Dieses Vorhaben würde Hemmingen entlasten, den öffentlichen Nahverkehr stärken und einen wichtigen Beitrag zu klimafreundlicher Mobilität leisten.
Gleichzeitig wollen wir die innerörtliche Erreichbarkeit verbessern. Denn aktuell ist es nicht überall möglich, ohne Umsteigen bequem von einem Stadtteil in den anderen zu kommen. Deshalb wollen wir die Einrichtung einer Stadtbuslinie prüfen und vorantreiben, die die Hemminger Stadtteile besser miteinander verbindet, zum Beispiel auch Bereiche wie Arnum West. Ergänzend sollen flexible Mobilitätsangebote, etwa ein ehrenamtlich organisiertes Fahrangebot, weitergedacht werden. Zudem ist es uns wichtig, dass kleinere Ortsteile wie z.B. Hiddestorf auch am Abend durch Fahrtdienstangebote erreichbar sind.
Mehr Platz und Sicherheit für den Radverkehr
Den Radverkehr wollen wir deutlich stärken. Hemmingen braucht gut ausgebaute, sichere und beleuchtete Radwege, bessere Verbindungen nach Hannover, zwischen den Ortsteilen und ausreichend Fahrradabstellplätze an Haltestellen. Konkret setzen wir uns dafür ein, den Radweg am Sundern zu verbessern, die Brückstraße stärker für den Fahrradverkehr mitzudenken, und die Radverbindung nach Wilkenburg voranzubringen. Dabei gilt es auch vorhanden Fahrrad- und Feldwege komfortabel und ohne Querrillen zu gestalten.
Sichere Wege für Kinder, Fußgängerinnen und Fußgänger
Sichere Wege sind besonders für Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderung, Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende wichtig. Deshalb wollen wir gefährliche Querungen, unübersichtliche Kreuzungen und schlecht nutzbare Gehwege nicht nur benennen, sondern Schritt für Schritt verbessern.
In dieser Wahlperiode wurden bereits viele Problemfelder analysiert, bei Begehungen vor Ort angeschaut und mit Hemmingerinnen und Hemmingern, Verwaltung und Politik diskutiert. Daraus müssen nun konkrete Folgen entstehen. Wer Gefahrenstellen gemeinsam betrachtet, muss daraus auch Maßnahmen ableiten, priorisieren und umsetzen.
Besondere Priorität haben für uns bessere Überquerungsmöglichkeiten in Wilkenburg, an der Weetzener Landstraße, in den ländlicheren Bereichen sowie vor Schulen und Kitas. Auch der sichere Überweg zum Wilkenburger Friedhof muss weiterverfolgt werden. Um Kinder besser zu schützen und Verkehr vor Schulen zu reduzieren, wollen wir außerdem Maßnahmen gegen sogenannte Elterntaxis entwickeln. Eine Kampagne für sichere und saubere Schulwege soll dazu beitragen, dass Kinder selbstständiger, sicherer und klimafreundlicher zur Schule kommen können.
Dranbleiben bei Kreisstraßen und Gefahrenstellen
Die Kreuzung Weetzener Landstraße und im Dorffeld bzw. Sundernstraße zeigt beispielhaft, dass an einzelnen Stellen dringend mehr Sicherheit geschaffen werden muss. Die Ampelschaltung muss Fußgänger priorisieren. Sie ist aber nicht der einzige Verkehrshotspot in Hemmingen. Auch schwierige Bereiche wie die Wilkenburger Spinne oder die Ortsdurchfahrt Hiddestorf müssen weiter in den Blick genommen werden.
Gerade bei Kreisstraßen liegt die Zuständigkeit jedoch nicht allein bei der Stadt Hemmingen, sondern bei der Region Hannover. Das hat notwendige Verbesserungen in der Vergangenheit immer wieder erschwert, weil die Dringlichkeit vor Ort nicht überall gleichermaßen gesehen wurde. Für uns ist klar: Das darf kein Grund sein, diese Themen liegen zu lassen. Wir bleiben dran, machen Gefahrenstellen weiter sichtbar und setzen uns gegenüber der Region Hannover konsequent für Verbesserungen ein.
Sicher nach Hause kommen
Zur sicheren Mobilität gehört für uns auch, dass Menschen nachts gut und bezahlbar nach Hause kommen. Deshalb wollen wir das Konzept des Frauennachttaxis überarbeiten. Der bisherige Zuschuss von 5 Euro reicht aus unserer Sicht nicht aus. Wir wollen das Frauennachttaxi attraktiver und verlässlicher machen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Nutzerinnen innerhalb Hemmingens nur einen festen Eigenanteil von 10 Euro pro Fahrt zahlen. Außerdem wollen wir gegenüber der Region Hannover darauf hinwirken, dass an der Endhaltestelle künftig ein Taxistand eingerichtet wird.
6. Aus Liebe zu verantwortungsvoller Finanzpolitik.
Als SPD möchten wir uns in der nächsten Legislatur weiterhin für einen verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Finanzen einsetzen. Effiziente Strukturen, gezielte Investitionen und eine nachhaltige Finanzpolitik sind für uns die Grundlage dafür, auch zukünftigen Generationen Gestaltungsspielräume zu erhalten.
Hemmingen braucht eine starke lokale Wirtschaft, eine moderne Verwaltung und digitale Angebote, die den Alltag der Menschen wirklich erleichtern. Die SPD Hemmingen will deshalb die Rahmenbedingungen für Unternehmen, Gewerbetreibende und Gründerinnen und Gründer weiter verbessern. Dazu gehört, vorhandene Gewerbeflächen besser zu vermarkten, neue Gewerbegebiete verantwortungsvoll zu entwickeln und Unternehmensansiedlungen zu erleichtern. Wirtschaftsförderung darf dabei nicht nur verwalten, sondern muss aktiv gestalten: Wir wollen den Austausch mit den Unternehmen vor Ort stärken, ein Wirtschafts- oder Unternehmensnetzwerk aufbauen, regelmäßige Unternehmensbefragungen durchführen und neue Veranstaltungs- und Austauschformate schaffen. So können Bedarfe frühzeitig erkannt, Hemminger Unternehmen besser unterstützt und neue Impulse für Arbeitsplätze, Ausbildung und wirtschaftliche Entwicklung gesetzt werden.
Gerade deshalb müssen wir auch vor Ort ehrlich auf die finanzielle Lage schauen. Die Haushaltslage der Kommunen ist angespannt, und auch Hemmingen muss das eigene Haushaltsdefizit konsequent in den Blick nehmen. Für uns ist klar: Kommunale Finanzpolitik darf Probleme nicht verschieben, sondern muss verantwortungsvoll priorisieren, Ausgaben kritisch prüfen und Einnahmemöglichkeiten klug nutzen. Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, dass Bund und Land die Kommunen bei übertragenen Aufgaben auskömmlich finanzieren, damit Städte wie Hemmingen handlungsfähig bleiben.
7. Aus Liebe zu einer starken, lokalen Wirtschaft.
Eine starke lokale Wirtschaft ist eine wichtige Grundlage für ein lebendiges Hemmingen. Sie schafft Arbeitsplätze, sichert Einnahmen für die Stadt und sorgt dafür, dass Handel, Handwerk, Dienstleistungen und Unternehmen vor Ort gute Entwicklungsmöglichkeiten haben. Deshalb wollen wir die Wirtschaftsförderung in Hemmingen neu aufstellen und stärker als aktive Standortpolitik verstehen. Unternehmen brauchen in der Verwaltung feste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner und eine schnelle Rückmeldung.
Wir wollen den Austausch mit der lokalen Wirtschaft ausbauen. Dafür setzen wir uns für ein Unternehmens- oder Wirtschaftsnetzwerk ein, das Betriebe, Verwaltung und Politik regelmäßig miteinander ins Gespräch bringt. Ergänzend sollen Unternehmensbefragungen helfen, Bedarfe, Herausforderungen und Entwicklungschancen frühzeitig zu erkennen. So können Angebote für Unternehmen gezielter ausgebaut und Hemmingen als Wirtschaftsstandort attraktiver gemacht werden.
Fördermöglichkeiten sollen sichtbarer gemacht und konsequenter genutzt werden. Deshalb halten wir es für sinnvoll, das Fördergeldmanagement in der Stadtverwaltung zu stärken und dafür perspektivisch eine eigene Stelle zu schaffen. Förderprogramme können helfen, Projekte schneller umzusetzen, Investitionen zu ermöglichen und zusätzliche Mittel für Hemmingen zu gewinnen.
Auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Region Hannover wollen wir stärken. Gemeinsame Chancen bei Gewerbeentwicklung, Fachkräftegewinnung, nachhaltiger Standortpolitik und Klimaschutz müssen besser genutzt werden. Für uns gehören wirtschaftliche Entwicklung, moderne Infrastruktur, gute Arbeitsplätze und Klima- und Zukunftsthemen zusammen. Hemmingen soll ein verlässlicher, attraktiver und zukunftsorientierter Standort für Unternehmen bleiben und weiterwachsen.
8. Aus Liebe zur Digitalisierung und einer bürgernahen Verwaltung.
Digitalisierung
Digitalisierung ist für uns kein Selbstzweck. Sie muss den Alltag der Menschen einfacher machen — nicht komplizierter. Deshalb wollen wir die Digitalisierung in Hemmingen konsequent, aber alltagstauglich vorantreiben. Digitale Angebote müssen verständlich, barrierearm und zuverlässig sein. Sie sollen Behördengänge vermeidbar machen, Wartezeiten reduzieren und Informationen schneller verfügbar machen.
Ein wichtiger Schritt ist die Verbesserung der städtischen Website. Sie ist für viele Menschen der erste Zugang zur Verwaltung und muss deshalb übersichtlich, aktuell und nutzerfreundlich sein. Informationen zu Leistungen, Formularen, Öffnungszeiten und Zuständigkeiten sollen leicht auffindbar sein. Auch digitale Terminvergaben und vereinfachte Online-Verfahren können dazu beitragen, den Bürgerservice spürbar zu verbessern.
Wir setzen uns dafür ein, die Digitalisierung in der Verwaltung weiter auszubauen und Verwaltungsabläufe zu modernisieren. Dabei geht es nicht nur darum, Papierformulare ins Internet zu stellen. Entscheidend ist, Prozesse insgesamt einfacher, schneller und verständlicher zu machen. Digitale Lösungen müssen so gestaltet werden, dass sie den Mitarbeitenden helfen und den Bürgerinnen und Bürgern echten Mehrwert bieten.
Unser Anspruch ist eine moderne, bürgernahe und handlungsfähige Verwaltung: Sie soll digital sein, wo es den Menschen hilft, persönlich erreichbar, wo Beratung und Unterstützung gebraucht werden und verständlich in allem, was sie tut.
Eine bürgernahe Verwaltung
Eine bürgernahe Verwaltung lebt vom Zuhören. Deshalb wollen wir Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Unternehmen, Jugendliche, Seniorinnen und Senioren sowie Initiativen frühzeitiger einbeziehen und Beteiligung transparenter gestalten. Viele gute Ideen entstehen aus der Alltagserfahrung der Menschen vor Ort. Diese Impulse wollen wir besser aufnehmen, nachvollziehbar bearbeiten und stärker in politische Entscheidungen einfließen lassen.
Eine bürgernahe Verwaltung braucht gut abgestimmte interne Abläufe und gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Verwaltung, Bauhof und weitere städtische Bereiche müssen so zusammenarbeiten, dass Anliegen möglichst reibungslos bearbeitet werden können. Wir setzen uns dafür ein, Schnittstellen zu verbessern, Prozesse dynamischer zu organisieren und die Verwaltung insgesamt lösungsorientierter aufzustellen.
Guter Service für Bürgerinnen und Bürger gelingt nur mit gutem Personal. Deshalb wollen wir die Stadt Hemmingen als attraktive Arbeitgeberin weiterentwickeln, Personalprobleme frühzeitig angehen und Beschäftigte besser entlasten. Dazu gehören moderne Arbeitsplätze, klare Zuständigkeiten, verlässliche Personalplanung und Arbeitsabläufe, die nicht unnötig belasten. Digitalisierung und bessere interne Prozesse sollen nicht nur den Service nach außen verbessern, sondern auch die Mitarbeitenden in ihrer täglichen Arbeit unterstützen. So stärken wir die Handlungsfähigkeit der Verwaltung insgesamt.
9. Aus Liebe zu Ehrenamt und Sport.
Ehrenamt stärken – Engagement sichtbar machen
Ehrenamt ist das Rückgrat unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Ob in Vereinen, Initiativen, Feuerwehren, Kultur, sozialen Projekten oder Nachbarschaftshilfe: In Hemmingen engagieren sich viele Menschen mit Zeit, Herz und Verantwortung für andere. Dieses Engagement verdient Anerkennung, gute Rahmenbedingungen und eine stärkere Sichtbarkeit.
Wir setzen uns dafür ein, das Ehrenamt in Hemmingen weiter zu stärken und den Austausch zwischen Vereinen, Initiativen und Engagierten zu fördern. Dazu gehören ein eine zentrale Ansprechperson für das Ehrenamt in der Verwaltung, Formate wie ein Ehrenamtstag und eine Ehrenamtsbörse, um Menschen, die sich engagieren möchten, mit passenden Vereinen und Projekten zusammenbringen. Wer helfen möchte, soll einfach erfahren können, wo Unterstützung gebraucht wird.
Gleichzeitig wollen wir Vereine und ehrenamtliche Strukturen besser miteinander vernetzen. Viele Herausforderungen ähneln sich: Nachwuchsgewinnung, Bürokratie, Räume, Öffentlichkeitsarbeit oder Fördermöglichkeiten. Hier kann die Stadt stärker unterstützen, informieren und Plattformen für Austausch schaffen. Unser Ziel ist klar: Ehrenamt soll in Hemmingen nicht nur geschätzt, sondern aktiv erleichtert werden.
Wir wollen die Beteiligung älterer Menschen in Hemmingen stärken und den Seniorenbeirat wieder aktivieren. Seniorinnen und Senioren bringen wertvolle Erfahrungen, Perspektiven und konkrete Hinweise aus ihrem Alltag ein – etwa zu Mobilität, Barrierefreiheit, Nahversorgung, Pflege, Begegnungsangeboten und Sicherheit im öffentlichen Raum. Diese Stimme soll in politischen Beratungen stärker gehört werden.
Auch junge Menschen sollen in Hemmingen stärker gehört und beteiligt werden. Das Jugendparlament wollen wir künftig noch enger in politische Entscheidungen einbinden und die Zusammenarbeit mit unserer Fraktion weiter stärken. Projekte und Ideen junger Menschen werden in unserer Arbeit in der kommenden Legislaturperiode einen großen Raum einnehmen. Denn wer junge Menschen ernst nimmt, muss ihnen nicht nur zuhören, sondern ihre Perspektiven sichtbar in Entscheidungen einfließen lassen.
Sport fördern – Vereine, Bewegung und Begegnung stärken
Sport verbindet Menschen über Generationen, Herkunft und soziale Unterschiede hinweg. Er fördert Gesundheit, Gemeinschaft, Fairness und Integration. Deshalb wollen wir den Sport in Hemmingen breiter denken: nicht nur als Nutzung öffentlicher Sportflächen oder Outdoor-Fitness, sondern auch als starke Vereins- und Breitensportförderung.
Wir setzen uns dafür ein, die Sportförderung weiterzuentwickeln und die Hemminger Sportvereine als wichtige Partner des gesellschaftlichen Lebens stärker in den Blick zu nehmen. Sport kann auch ein wichtiger Schlüssel für Integration sein. In Sportvereinen entstehen Begegnungen, Freundschaften und Zugehörigkeit. Deshalb wollen wir Angebote fördern, die Integration durch Sport gezielt unterstützen.
Darüber hinaus wollen wir öffentliche Bewegungs- und Begegnungsräume weiterentwickeln. Dazu gehören gut nutzbare Sport- und Spielflächen, Integrationsspielplätze sowie Mehrgenerationen-Spielplätze, die Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen zusammenbringen. Auch die Badestelle am Wilkenburger See bleibt für uns ein wichtiger Ort für Freizeit, Erholung und Lebensqualität.
Unser Ziel ist ein Hemmingen, in dem Bewegung, Begegnung und Engagement selbstverständlich zusammengehören — getragen von starken Vereinen, lebendigen Nachbarschaften und einer Stadt, die Ehrenamt und Sport aktiv unterstützt.